Brukteria Pipes & Drums

The different sound



Unser Dress - unsere Uniform

Um es gleich vorweg zu nehmen, was ein jeder Schotte unter seinem Kilt trägt, wird jeder Schotte für sich behalten, oder man hat die einmalige Gelegenheit es selbst zu prüfen ;-)

Wer sich zuvor schon mit den Dress-Varianten Schottlands beschäftigt hat wird sicherlich nicht viel Neues hier entdecken. An sich setzen wir das "Scottish Daydress" für unsere Auftritte an, so wie es auch viele andere Bands tun. Daher nachfolgend ein weiterer Versuch die einzelnen Komponenten näher zu erläutern.  

Kopfbedeckung        

Das Glengarry ist das als hier bekannte "Schiffchen" die populärste Form bei Pipebands und bei Solo-Künstlern. Auch wir tragen das Glengarry als Kopfbedeckung. An die Schleife wird für Gewöhnlich noch ein so genanntes "Hackle", also ein kleiner Federstrauss geheftet, der auf der schwarzen Schleife mit einem so genannten "Cap Badge" fixiert wird und gleichzeitig anzeigt,  welchem Regiment, Pipeband oder Clan man angehört. Die Umrandung mit schwarzem Band (Schweißband) wird nach hinten gekreuzt im Nacken weitergeführt.  


Kleidung

Das Argyll Jacket mit darunter gertragener Weste ist mit die populärste Form für Pipe Bands. Im Sommer wird eher nur die Weste und ein kurzärmeliges, weißes Hemd getragen, denn Schottische Musik zu machen ist anstrengend. An kühleren Tagen oder zu formellen Anlässen hingegen wird das Argyll Jacket angelegt. Neben dem taillierten Schnitt, sind auch die Knöpfe und Ärmelabsätze gegenüber normalen "Sakkos" etwas ganz besonderes. Da nicht selten zum Argyll Jacket auch ein so genanntes "Fly Plaid" getragen wird, sind Schulterklappen angebracht. Aus Gründen der Optik sind dies meist nicht nur einfache "Schulterklappen" aus dem Uniform- oder Jackenstoff, sondern wie auch beim Prince Charlie Jacket häufig geflochtene Varianten.         

 

Die Brukteria Pipes and Drums haben sich als Vereinskilt für den Tartan "Wallace red muted" entschieden und einheitliche Kilts beschafft. Im Internet gibt es vielzählige Anbieter von Kilts in allen Größen, Arten und Farben, allerdings sollte man - wenn man ihn nicht gerade zu Karneval / Fasching tragen möchte - schon ein Auge mehr auf die Angebote werfen. Ein guter (handgefertigter) Kilt hat seinen Preis und das nicht zu unrecht, begleitet er einen doch ein Leben lang. Da auch wir langfristig und nachhaltig denken, was hat uns zu diesem Tartan bewogen? An sich recht simpel: Es ist die Farbkombination des Tartan. Die enthaltenenen Farben Rot, Gelb und Schwarz spiegeln überwiegend die Farben der Wappen der Kreise Coesfeld, Borken und Steinfurt weder und somit im Wesentlichen das westliche Münsterland, unser hauptsächllicher Aktionsraum. Wie auch bei den Schotten, pflegen somit auch wir mit dem Tarten die geographische Zugehörigkeit und fühlen und mit unserem Land und der Gegend unserer Heimat verbunden. Wenn Sie darüber nachdenken einen Kilt anzuschaffen, oder Fragen haben, sprechen Sie uns ruhig an!

Fußbekleidung

Für die Fußbekleidung setzen wir analog dem Scottish Daydress Kilt Socks (Kiltstrümpfe) und Ghillie Brogues (schottische Schuhe) ein. Die Schuhe besitzen keine Zunge unterhalb der Schnürung, was das Trocknen des Schuhs begünstigen soll. Die Schnürbänder der Schuhe sind sehr viel Länger als bei herkömmlichen Schuhen und werden um die Fußknöchel und Wade herum geführt, bevor sie mit einer Schleife gebunden werden. Zum Hintergrund dieser Methode ist lediglich bekannt, dass dann die Schleife nicht voll Matsch und Schlamm ist. Letztlich darf man nicht vergessen, woher diese Schuhe kommen. Die Socken sind "normale" Kiltstrümpfe, bei uns in schwarz gehalten. Auch hier gibt es unzählige Varianten. Teilweise haben diese Verzierungen im Strickmuster, oder besitzen Applikationen an der Seite, so z.B. die schottische Flagge, eine Distel oder einen Löwen (Rampart Lion). Die Strümpfe werden zum Knie hin umgeschlagen und unterhalb dieses Umschlags mit den Flashes (Strumpfbänder) gehalten. Diese Strumpfbänder sind mit Fähnchen verziert, die entweder im identischen Kiltmuster gehalten sind, oder einfarbig, meist rot.   

Accessoires

Ein nicht ganz unwichtiges Accessoire ist das Sghian Dubh [Sgin Duh], welches als kleines Strumpfmesser auf der rechten Seite in den Kiltsocks bzw. den Hosetopf getragen wird. Eine sich wacker haltende Annahme ist, trägt der Schotte sein Strumpfmesser an der rechten Wade, dann ist er friedfertig und anzusprechen, befindet es sich an der linken Wade, lässt man ihn am besten in Ruhe. Ob was wahres dran ist, kann jeder für sich selber ausprobieren.          

          

In der von uns - wie auch vielen weiteren Bands - bevorzugten Evening Dress Variante wird an sich kein "Waiste Belt" getragen. Dennoch gibt es viele Varianten, die dieses teilweise nicht ganz unwichtige Accessoire berücksichtigen. Durch die an der Rückseite befindlichen Schlaufen des Kilts hindurch gezogen, wird der Gürtel vorne mit einem"Buckle" verschlossen. Diese Gürtelschnalle ist meist mit dem eigenen Clanwappen oder einer schottischen Verzierung ausgestattet. Wie schon beschrieben, tragen wir aufgrund der Weste und des Evening Dress keinen Gürtel.


Der Sporran, das kleine Leder- oder Felltäschchen, ist die Handtasche des Schotten. Da sich nunmal keine Taschen am Kilt befinden, muss auch der Schotte mit seinem sauer ersparten Geld irgendwo hin. Der Sage nach, hat das Geld in dem Sporran, als auch der Sporran selbst dazu beigetragen, dass sich die unter dem Kilt befindlichen "Juwelen" in der Schlacht nicht all zu sehr beschädigt werden, bzw. verletzbar sind. Aber auch nur eine Geschichte von Vielen, die sich um diese Tasche ranken. Der Sporran wird meist mit einer Kette und einem Lederriemen auf der Rückseite des Kilts umgebunden. Man wundert sich, wie viel in so eine kleine Tasche passen kann. Trommler im Übrigen, tragen ihren Sporran meist an der rechten Seite, sofern sie die Trommel angelegt haben, da der Sporran sonst im Weg wäre. Es existieren unzählige Varianten mit Kaninchenfell, sogar ganzen Dachsköpfen. Häufig und je nach Region wurden auch Otter-, Bieberfell oder Felle von anderen Wildtieren genutzt. Aus artenschutztechnischen Gründen heute undenkbar. Der Großteil war auch in der Historie aus Ziegenfell hergestellt. Die Königsvariante ist der Horse-Hair-Sporran, der in der Länge des Schweifs mit dem Saum des Kilt abschließt und ebenso in der Variante des Full Dress getragen wird.