Brukteria Pipes & Drums

The different sound



Unsere bisherige Geschichte

Im Spätsommer 2011 haben sich die ersten unerschrockenen Dudelsackspieler und Trommler im Stephanus Brauhaus in Coesfeld getroffen, um sich zwecks gemeinsamen Musizierens mit dem Dudelsack und der Drum zu formieren.  Die Kenntnisstände waren sehr unterschiedlich und der eigentliche Initiator der Band, hatte bereits mehrere Jahre Erfahrungen - auch in einer anderen Formation - sammeln können. Schnell war klar, ohne eine "Ausbildung" zur Angleichung des Levels, war kein Blumentopf zu gewinnen. Zunächst mittels externer Unterstützung konnten gemeinsame Stücke und Sets identifiziert werden, die als ein Band-Repertoire festgelegt werden konnten. Sicherlich noch nicht in Perfektion, aber die längste Reise beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt. Eins war jedoch schon sicher: das Vorhaben muss einen offizielleren Rahmen bekommen. Die Idee der Vereinsgründung war geboren.

Namensfindung und Vereinsgründung

Bevor nun der Gang zum Notar erfolgen konnte um den Verein eintragen zu lassen, musste ein Name gefunden werden. Vorschläge waren unter anderen "Coesfeld District Pipe Band", "Pipes and Drums Coesfeld", "Westmünsterland Pipes and Drums", oder "Baumberge Pipes and Drums". Aber irgendwie fehlte der "Pepp". Dann kam die spontane Idee des lokalen Bezugs in der Antike unserer Region zu suchen. "Brukteria Pipes and Drums" war geboren. Abgeleitet ist der Name von den Brukterern, einem germanischen Volksstamm, der unterhalb der mittleren Ems und der oberen Lippe angesiedelt war und auch in der Römerzeit für ordentlich "Stimmung" gesorgt haben. Da der besiedelte Bereich in etwa dem heutigen (westlichen) Münsterland entspricht und somit die Hirstorie des Dudelsack mit dem lokalen Bezug verbindet, ist die Idee direkt einstimmig angenommen worden. Zu Erläuterung: Der Dudelsack ist keine schottische Erfindung, sondern eher eine Variante der "Sackpfeife" aus dem Orient. Die alten Ägypter haben allen bisherigen Erkenntnissen nach die Sackpfeife erfunden und die Römer haben dieses Musikinstrument in das damalige römische Reich hinaus bekannt gemacht. In Schottland trafen die Römer seiner Zeit auf die Pikten, die sich schon vorab ein wenig mit den Skoten (eher im irischen Raum angesiedelt) "durchmischt" haben. Die ethnische Herkunft der Pikten und Skoten ist nicht ganz widerspruchsfrei rekunstruiert, es würde uns aber auch nicht wundern, wenn die Skoten, Pikten und Germanen auch irgendwie in Kontakt gestanden haben. Römer - Brukterer - Skoten - Pikten - Sackpfeiffe --> passt!

Vereinsgründung

Im Herbst 2012 war es dann soweit. In der ersten und konstituierenden Sitzung ist der Vorstand der Brukteria Pipes and Drums gewählt worden. Direkt im Anschluss wurde die Satzung verabschiedet und der Gang zum Notar vollzogen. Brukteria war geboren und die Erfolgsgeschichte konnte weiter gehen. Schon seit Formierung in 2011 hatten sich rund 30 Interessierte gefunden, die mit an dem Erfolg arbeiten wollten. Interessensverlagerungen, Wegzug oder diverse Gründe, haben für eine gewisse Fluktuation gesorgt, die Anzahl Mitglieder konnte von Anfang her jedoch gehalten und erfolgreich ausgebaut werden.

Heutige Struktur

Durch verschiedene Auftritte und intensive Öffentlichkeitsarbeit ist Brukteria immer bekannter geworden und auch das regelmäßige Proben und Üben hat seinen Teil dazu beigetragen, dass die Anzahl Mitglieder stetig anwuchs. Aktuell verzeichnet der Brukteria Pipes and Drums e.V. ca. 60 Mitglieder. Gut zwei Dritten davon befinden sich noch in der Ausbildung zum Spiel des Dudelsack, der Snare- oder Tenor-Drum und auch an der Bass-Drum bilden wir aus. Dabei ist eine gesunde Durchmischung aller Alterstrukturen zu verzeichnen und auch der Anteil Frauen und Männer hält sich die Waage. Ethnische Herkunft, soziale "Stellung", religiöse Orientierung und sonstige "Unterscheidungskriterien" spielen bei uns keine Rolle. Einzig die Leidenschaft für die schottische Dudelsack Musik entscheidet und die ist bei jedem von uns gegeben. Im Schnitt absolvieren wir um die 15 - 20 Auftritte im Jahr und bei "lediglich" 52 Wochen und Proben diealle zwei Wochen stattfinden, ist das schon ein strammes Programm.

Neben Marschproben und den regelmäßigen Musik-Proben alle 14 Tage in der Musikschule in Coesfeld, deren Räume wir dankenswerter Weise zum Teil nutzen dürfen, setzen wir auf die Eigenverantwortung der einzelnen Musikerinnen und Musiker zu üben und die insbesondere neuen Stücke zu erlernen. Der Unterricht für die Pipes erfolgt in drei Stufen. Newcomer - Beginner - Advanced. "Newcomer" haben meist keinerlei Erfahrungen mit der Notenschreibweise für den schottischen Dudelsack und auch so wenig Berührungspunkte mit dem Instrument gehabt. So wird hier vornehmlich erst einmal der Umgang mit dem Practice Chanter, die Tonleiter und verschiedene Übungen vermittelt. "Beginner" können die Übungsblätter schon recht gut umsetzen und beginnen die ersten Stücke auf dem Practice Chanter, zum Teil auswendig, zu spielen. In der zweiten Hälfte Doppelstunde kommen die Dudelsäcke zum Einsatz, sofern diese schon vorhanden sind. "Advanced" sind unsere Schüler, wenn Sie Stücke schon auswendig spielen können und die Konzentration auf die Handhabung, Maintenance und Spiel des Dudelsacks gelegt wird. Dennoch wird auch hier zunächst mit dem Practice Chanter geübt. Wenn alles klappt und das Repertoire soweit sitzt (nicht gleich alle Stücke aus dem Repertoire), gehts in die Band.

Wir hoffen die Erfolgsstory fortführen zu können und freuen uns über jedes Interesse an unserem Verein!